Werkraum - offene Werkstätten für Augsburg

Preisträger Zukunftspreis 2015

Der WERKRAUM im Martini-Park, der im August 2015 eröffnet werden soll, ist ein gemeinnütziges Projekt für alle Augsburgerinnen und Augsburger. Mehrere offene Werkstätten auf einer Fläche von rund 500 m² mit professioneller Ausstattung sollen Eigenarbeit fördern und die Umsetzung individueller Projekte ermöglichen. Zunächst wird es die Bereiche Holz, Metall, Elektrik, 3D-Druck, Schmuck und eine Kinderwerkstatt geben.

Die Ehrenamtlichen kommunizierten im Vorfeld mit unterschiedlichen HelferInnen und Interessierten, um neue Ideen und auch Feedback zu sammeln. Die bei der Umsetzung anfallenden Arbeiten wurden alle in ehrenamtlicher Tätigkeit geleistet (bisher über 5.000 Stunden). So bringt sich jeder dort ein, wo seine besonderen Fähigkeiten liegen, beispielsweise in der Gestaltung von Printmedien, Website, Presse, Steuerberatung oder bei der Renovierung und Ausstattung der Werkstätten. Die Werkstatt ist also von allen für alle.

Im Vordergrund steht das Ziel, die Eigenarbeit zu fördern – als Ausgleich zur digitalen und konsumorientierteren Welt. Es sollen individuelle und wertige Produkte geschaffen werden. Dazu werden in der Werkstatt Ressourcen geschont, da Werkzeuge, Räume und Know-how geteilt werden. Einsparung findet durch Reparieren anstelle von Wegwerfen und Neuanschaffen statt. Es soll auch ein Ort für Kinder werden, um sie an handwerkliches Arbeiten und handwerkliche Berufe heranzuführen. Außerdem findet innerhalb der Werkstätten und des Cafés ein Austausch zwischen den Generationen und sozialer Kontakt durch gegenseitige Hilfestellung und gemeinsame Projekte statt. Zudem sind Ausstellungen lokaler KünstlerInnen geplant.

Das feste Team des Werkraums besteht aus acht Personen, 30 weitere bringen sich gelegentlich ein und beraten bei Bedarf. Das Ziel ist, sowohl den Werkraum als Institution als auch die Ideen, die dahinter stehen, dauerhaft in Augsburg zu etablieren. 

Begründung der Jury Zukunftspreis
Mit dieser Einrichtung wird nachhaltiges Handeln greifbar: statt defekte Gegenstände einfach wegzuwerfen, können sie hier unter fachkundiger Anleitung repariert werden. Kreative Ideen können mit Hilfe eines großen Maschinenparks unterstützt von Profis Realität werden. Dabei muss sich niemand Werkzeuge selbst kaufen, sondern kann sie hier gegen eine geringe Gebühr einfach mit anderen teilen. Das schont Ressourcen! Offen für alle AugsburgerInnen werden hier über Generationen und soziale Schichten hinweg gemeinsam kleine und große Projekte umgesetzt. Das verbindet! Ganze Schulklassen können sich hier erste Erfahrungen im Umgang mit verschiedenen Werkstoffen holen. Das eröffnet Perspektiven! Die offene Werkstatt wird von einem Kreis ehrenamtlicher MitarbeiterInnen getragen. Schon vor der Eröffnung wurden hier über 5.000 Arbeitsstunden investiert, um die Idee umzusetzen. Eigene Arbeit ist hier der Gegenpol zu Konsum und Kommerz. Das ist Engagement!

Themen: Arbeit, Kreativität, Reparieren, Handwerk, Textilviertel

Werkraum - offene Werkstätten für Augsburg

Ansprechpartner

Werkraum Augsburg gemeinnützige UG
Bianka Groenewolt

Rosenaustr. 47
86150 Augsburg
Tel.: 0179/3202167
E-Mail: kontakt@werkraum-augsburg.de

www.werkraum-augsburg.de

Beitrag zu den Zielen der Zukunftsleitlinien

A. Ökologische Zukunftsfähigkeit » Ressourcen schonen (A2) » Ziel 4: Müll vermeiden – Restmüllaufkommen senken

A. Ökologische Zukunftsfähigkeit » Sinnvoll Energie nutzen (A6) » Ziel 2: Rationeller Energieeinsatz und Erhöhung der Energieeffizienz

B. Ökonomische Zukunftsfähigkeit » Bewusst konsumieren (B4) » Ziel 1: Die Lebensdauer von Konsumgütern erhöhen

C. Soziale Zukunftsfähigkeit » Generationengerechtigkeit sichern (C8) » Ziel 3: Nutzung des Erfahrungswissens älterer Menschen

Ökologische Zukunftsfähigkeit » Ö2 Energie- und Materialeffizienz verbessern » Ziel 1: ressourceneffizient und ressourcenschonend wirtschaften

Ökologische Zukunftsfähigkeit » Ö2 Energie- und Materialeffizienz verbessern » Ziel 2: Kreislaufprozesse und Wiederverwertung stärken

Soziale Zukunftsfähigkeit » S2. Bildung ganzheitlich leben » Ziel 4: Bildungs- und Erfahrungsräume weiterentwickeln bzw. schaffen

Wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit » W3. Soziales und ökologisches Wirtschaften fördern » Ziel 1: verantwortungsbewusst produzieren, einkaufen und nutzen

Kulturelle Zukunftsfähigkeit » K2. Werte reflektieren und vermitteln » Ziel 4: nachhaltige Konsum- und Lebensstile entwickeln und fördern

Kulturelle Zukunftsfähigkeit » K3. Vielfalt leben » Ziel 5: Kreativität und Begabungen in allen Bereichen fördern und nutzen