7 Wochen miteinander Plastik fasten

Preisträger Zukunftspreis 2015

Der Diözesanverband des Katholischen Deutschen Frauenbundes Augsburg und der Verbraucher Service Bayern e.V. starteten in der Fastenzeit 2015 gemeinsam das Pilotprojekt „7 Wochen miteinander Plastik fasten“.

Hintergrund ist der weltweit massenhafte und weiterhin ansteigende Plastikkonsum. Derzeit werden ca. 290 Mio. Tonnen pro Jahr an Kunststoffen hergestellt. Plastik ist mittlerweile überall zu finden, vom Computer über Spielsachen bis zur Zahnbürste und natürlich der Plastiktüte. Seine Eigenschaften (kostengünstig, bruchfest, leicht, elastisch, maßgenau formbar und langlebig) machen Plastik vielseitig einsetzbar. Für die Herstellung der Kunststoffe wird vor allem viel Erdöl und viel Energie verbraucht. Für die Umwelt entsteht ein großes Problem auch dadurch, dass Plastik bis zu 450 Jahre braucht, bis es vollständig abgebaut ist. Denn es wird nicht von Bakterien zersetzt, sondern zu immer feineren Teilchen zermahlen. Dieses Mikroplastik – kleinste Plastikteilchen von weniger als fünf Millimeter Größe – ist mittlerweile in der gesamten Umwelt zu finden und wird dort auch noch die nächsten 300 Jahre zu finden sein.

Ziel des Projekts ist es, VerbraucherInnen über Eigenschaften und Risiken von Kunststoffen zu informieren und zu einem Umdenken und einer Verhaltensänderung anzuregen. Es soll die Bereitschaft geschaffen werden, Plastik bewusster einzusetzen, gezielt zu vermeiden oder nach der Nutzung wiederzuverwerten. Damit möglichst viele Menschen von der Aktion erfahren, wurde in Zeitungsartikeln, Rundfunk, Internet, Fernsehen und mit Infoständen auf das Projekt aufmerksam gemacht und zum Mitmachen aufgefordert. Aber auch Schulen und anderen Institutionen wurden Arbeits- und Informationsmaterialien zur Verfügung gestellt, um eigene Veranstaltungen durchzuführen.

Da das Thema eine große Resonanz bei den Medien hervorrief, konnte eine breite Öffentlichkeit erreicht werden. Vertiefende Informationen und der Vortrag „Kunststoffe – Segen oder Fluch“ können angefordert werden. 

Begründung der Jury Zukunftspreis
Plastik – billig, praktisch, einfach! Doch: Ist Plastik wirklich so toll? Viele Gegenstände aus Plastik nutzen wir nur ein einziges Mal, nach Gebrauch landen sie sofort im Müll, z.B. die Plastiktüte. Plastik braucht ca. 450 Jahre, bis es sich vollständig aufgelöst hat. Vor vielen Jahren war Jute statt Plastik ein großes Thema - diese Kritik hat aber inzwischen in der Öffentlichkeit keinen so großen Stellenwert mehr. Das heißt, dass es jetzt wichtig ist und einen nachhaltigen Wert darstellt, die Menschen wieder dafür zu sensibilisieren. Der Katholische Deutsche Frauenbund in der Diözese Augsburg hat deshalb zusammen mit dem VerbraucherService Bayern zur Fastenaktion „7 Wochen miteinander Plastikfasten“ – Fasten für die Umwelt aufgerufen. Dieser Aufruf war konsequent unterstützt durch Öffentlichkeitsarbeit und verschiedenste Aktionen – so wie es der KDFB übrigens bereits in der Vergangenheit konsequent zu anderen Nachhaltigkeitsthemen gemacht hat.

Dokumente zum Download
15_7Wochen_Plastikfasten_Karte.pdf (85 KB)

Themen: Natur, Umweltbildung, Konsum

7 Wochen miteinander Plastik fasten

Ansprechpartner

VerbraucherService Bayern e.V. im KDFB und Katholischer Deutscher Frauenbund Diözesanverband Augsburg e.V.
Maria Leidemann / Maria Hierl

Ottmarsgäßchen 8
86152 Augsburg
Tel.: 0821/157031
E-Mail: augsburg@verbraucherservice-bayern.de

www.verbraucherservice-bayern.de

www.frauenbund-augsburg.de

Beitrag zu den Zielen der Zukunftsleitlinien

A. Ökologische Zukunftsfähigkeit » Erdatmosphäre und Klima schützen (A1) » Ziel 2: Bildungsoffensive Klimaschutz

A. Ökologische Zukunftsfähigkeit » Ressourcen schonen (A2) » Ziel 4: Müll vermeiden – Restmüllaufkommen senken

B. Ökonomische Zukunftsfähigkeit » Bewusst konsumieren (B4) » Ziel 1: Die Lebensdauer von Konsumgütern erhöhen

Ökologische Zukunftsfähigkeit » Ö2 Energie- und Materialeffizienz verbessern » Ziel 1: ressourceneffizient und ressourcenschonend wirtschaften

Ökologische Zukunftsfähigkeit » Ö2 Energie- und Materialeffizienz verbessern » Ziel 2: Kreislaufprozesse und Wiederverwertung stärken

Soziale Zukunftsfähigkeit » S1. Gesundes Leben ermöglichen » Ziel 1: gesundes Umfeld schaffen

Soziale Zukunftsfähigkeit » S2. Bildung ganzheitlich leben » Ziel 3: soziale, ökologische, wirtschaftliche, kulturelle und politische Bildung stärken

Wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit » W3. Soziales und ökologisches Wirtschaften fördern » Ziel 1: verantwortungsbewusst produzieren, einkaufen und nutzen

Wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit » W3. Soziales und ökologisches Wirtschaften fördern » Ziel 3: weltweite Auswirkungen unseres Handelns berücksichtigen

Kulturelle Zukunftsfähigkeit » K2. Werte reflektieren und vermitteln » Ziel 4: nachhaltige Konsum- und Lebensstile entwickeln und fördern