Initiativen gegen (Massen-)Tierhaltung

Teilnehmer Bewerbung Zukunftspreis 2014

Der Verein Tierrechtsinitiative Augsburg e.V., der seit 2013 gemeinnützig ist, will durch zahlreiche und regelmäßige Aktionen auf das Leid von Tieren aufmerksam machen, welches vor allem durch die Massentierhaltung entsteht, und zudem über die vegane Lebensweise als nachhaltigen und wertschätzenden Umgang zwischen Mensch und Tier informieren. Auch die unnötige Tierhaltung und qualvolle Tötung zur Pelzgewinnung wird kritisiert.

Dabei will der Verein durch seine Arbeit darauf aufmerksam machen, dass weltweit durch übertriebenen Fleischkonsum und Massentierhaltung laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO, 2013) mehr Treibhausgase emittiert werden als durch den gesamten Transportsektor. Des Weiteren werden 78% der global zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Flächen zur Produktion von Tierfutter bzw. direkt zur Tierzucht verwendet (LEAD, 2006). Der damit verbundene Energieeinsatz ist nach Ansicht des Vereins keineswegs nachhaltig, da für die Gewinnung einer Energieeinheit aus Fleisch zehn bis 15 pflanzliche Einheiten benötigt werden. Auch werden die Futtermittel oft über weite Wege aus Ländern importiert, die die eigene Bevölkerung kaum ernähren können. Gerade in Hinsicht auf die immer noch weltweit angespannte Ernährungssituation sei dies kaum zu verantworten.

Mit zahlreichen Aktionen (ca. 50 im Jahr 2013) informieren die Vereinsmitglieder zumeist in der Augsburger Innenstadt über die nachteiligen Folgen von (Massen-) Tierhaltung, vegetarische bzw. vegane Alternativen zum Fleischkonsum und einen wertschätzenden Umgang zwischen Menschen und (Nutz-)Tieren. Konkret wird dies auch auf dem jährlich von der Tierrechtsinitiative organisierten „Earth Peace Day“ angesprochen. Hier präsentieren Friedens-, Menschenrechts-, Umwelt- und Tierrechtsorganisationen ganztägig ihre Arbeit und klären die Augsburger Bürger über die Gesamtproblematik auf. Spezielle Schwerpunkt-Aktionen waren unter anderem „Vegane Ostern“, die „Anti-Stopfleber-Aktion“, spontane Flashmobs sowie Vorträge in Schulen und Hochschulen.

Themen: Ernährung, Landwirtschaft, Tiere