Kunst und Kultur als wesentlich anerkennen K1  Kunst und Kultur als wesentlich anerkennen

Ziel 5: Stadtgestalt bewahren und entwickeln

Augsburgs heutiges Selbstverständnis ist zu großen Teilen seiner Geschichte als Friedensstadt, als Stadt der Weber- und Handelsfamilien Fugger und Welser und seiner Industriekultur durch Textil- und Motorengewerbe geschuldet. Ihre Geschichte erzählt sich in Gebäuden und städtischer Infrastruktur ebenso wie in Museen und Galerien. In ihrem Erscheinungsbild erinnert die Stadt somit an Vergangenes und mahnt für Zukünftiges. Dabei ist die jüngere Geschichte ebenso zu berücksichtigen wie jene der Jahrhunderte zuvor. Bebauung und Stadtentwicklung sind immer Zeichen und Ergebnisse eines Zeitgeistes und gehen durch Abriss immer unwiederbringlich verloren. In diesem Sinne muss das Stadtbild Augsburgs wertschätzend und gleichberechtigt wie Kultur und Geschichte behandelt werden. Seine Veränderung kann nicht nur unter ökonomischen Aspekten diskutiert werden.


Beispiele: Bestands-, Ensemble- und Denkmalschutz, Umnutzung/Sanierung statt Abriss, Transformation
 

Ergänzende Leitlinie / Ziele: Gebäudeerhalt und die Option von Zwischennutzungen sind in W5.3 fest verankert. Der Bildungsanspruch, der durch städtische Geschichte entsteht, wird durch S2 realisiert. Architektur und Infrastruktur eine entsprechende Bedeutung beizumessen, ist mit K1.2 explizit als Ziel formuliert.