Sozialen Ausgleich schaffen S5  Sozialen Ausgleich schaffen

Ziel 4: Solidarität und Subsidiarität fördern

Aktivitäten der Stadtgesellschaft

Stadtverwaltung:

Bürgerschaftliches Engagement und zwischenmenschlichen Austausch fördern
Das Büro für Bürgerschaftliches Engagement setzt sich für die Engagementförderung ein, initiiert Freiwilligenprojekte im Bündnis für Augsburg in den Bereichen Kinder u. Jugend, Integration, Soziales sowie Stadtkultur und erschließt neue Handlungsfelder. Es organisiert u. a. Empfänge, Ehrungen und die Vergabe der bayerischen Ehrenamtskarte.

https://www.augsburg.de/umwelt-soziales/soziales/augsburg-engagiert

http://buendnis.augsburg.de/index.php?id=23306

Solidarität lokal und global
Das Büro für Nachhaltigkeit mit Geschäftsstelle Lokale Agenda 21 koordiniert seit 1996 den Augsburger Nachhaltigkeitsprozess, die „Lokale Agenda 21 – für ein zukunftsfähiges Augsburg“. Grundlage für diese Übernahme weltweiter Verantwortung sind die Beschlüsse der Vereinten Nationen für eine weltweit gerechte Entwicklung (Agenda 21 von 1992, Agenda 2030 mit den Sustainable Development Goals SDGs von 2015).

https://www.nachhaltigkeit.augsburg.de/

Unterstützung von gemeinschaftlichem Gärtnern
Das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen fördert gemeinschaftliches Gärtnern in der Stadt und damit u. a. den Austausch zwischen Generationen, unterschiedlichen Ethnien und Personen unterschiedlicher sozialer Situation. Die Gärtnerinnen und Gärtner übernehmen ehrenamtlich Verantwortung für städtischen Flächen, aber auch für das soziale Miteinander. Unterstützt wird der Verein Wertachwiese-Gemeinschaftsgarten in Pferde, der Stadtverband Augsburg der Kleingärtner e. V. in der Ausbildung von Anlagenfachberatern. Ebenso werden Klein- und Freizeitgärtner und - gärtnerinnen zum Thema ökologische Planung und Bewirtschaftung von Gärten beraten.
 

Zivilgesellschaft:

Hilfsbereitschaft vernetzen
Vom Freiwilligen-Zentrum-Augsburg aus liefen 2018 insgesamt 25 Projekte mit 1.816 aktiven Freiwilligen. Es wurden insgesamt 1.147 Personen in ein freiwilliges Engagement vermittelt. Das Freiwilligen-Zentrum-Augsburg organisierte 2018 insgesamt 76 Fortbildungen mit 967 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
Das Projekt „meins ist deins“ von profamilia ist ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement in Augsburg. Freiwillige Helferinnen und Helfer sammeln dabei gebrauchte Kinder- und Babybekleidung und packen Pakete für bedürftige Eltern. Außerdem können von den Eltern Wunschlisten mit benötigten Gegenständen erstellt werden und die ehrenamt lichen Helfer begeben sich daraufhin auf die Suche danach (Zukunftspreis 2018).
https://www.freiwilligen-zentrum-augsburg.de/

 

Wirtschaft:

Gewerkschaften und Betriebsräte für ein solidarisches Arbeitsumfeld
In vielen, insbesondere von Gewerkschaften betreuten Betrieben und Behörden setzen sich alle 4 Jahre gewählte, ehrenamtliche Betriebs- und Personalräte auf der Grundlage des Betriebsverfassungs- bzw. des Personalvertretungsgesetzes für ihre Kolleginnen und Kollegen ein (Freistellung von der eigentlichen Tätigkeit erfolgt erst ab 200 Beschäftigten im Betrieb). Sie schließen Betriebsvereinbarungen ab, die betriebliche, kollektive Arbeitsbedingungen wie z. B. Verteilung und Lage der Arbeitszeit regeln. Ohne den Einsatz der Betriebsräte bei Ledvance z. B. wäre auch kein Sozialplan möglich gewesen. Bei Synlab haben z. B. Beschäftigte die Unterstützung der zuständigen Gewerkschaft IG BCE gesucht, um einen Betriebsrat zu gründen und dann über Betriebsvereinbarungen und einen Tarifvertrag ungleiche Arbeitsbedingungen regeln zu können. Dies hat auch die Fluktuation im Unternehmen gesenkt. Bei drohenden Standortschließungen zeigten sich viele Menschen, aber auch die kirchlichen Arbeitnehmerorganisationen wie KDA, KAB und Betriebsseelsorge nicht nur bei Protestkundgebungen solidarisch. Einmal im Jahr lädt der Oberbürgermeister Betriebsräte der größeren Unternehmen zu einem Austausch ein.

 

 

 

 

Indikator

Prozentsatz der freiwillig bzw. ehrenamtlich tätigen Bürger innen und Bürger laut vier repräsentativer Bürgerumfragen
Daten: Amt für Statistik und Stadtforschung, Bürgerum fragen