Sicher leben - 
Risiken minimieren S3  Sicher leben -
Risiken minimieren

Ziel 4: Sicherheit und Sicherheitsgefühl stärken

Aktivitäten der Stadtgesellschaft

Stadtverwaltung:

Städtische Angsträume auflösen
Nach Veröffentlichung der Ergebnisse der Bürgerumfrage 2009 im Jahr 2011, die erstmals sog. Angsträume abfragte, befasste sich der Arbeitskreis Städtebauliche Kriminalprävention mit den am häufigsten genannten Räumen und initiierte Maßnahmen, um dort das subjektive Sicherheitsempfinden der Bürgerinnen und Bürger zu steigern. Insbesondere auf Initiative des Kommunalen Präventionsrates wurde die sog. „Angströhre“, die Trennung von Fußgängerinnen und Radfahrern vom Autoverkehr in der Pferseer Unterführung durch eine durchgezogene Trennwand, aufgelöst. Unter Federführung des städtischen Tiefbauamtes wurde die Trennwand entfernt, die Wände durch Bemalung gestaltet und entsprechende Beleuchtung angebracht. Lokales Sicherheitsempfinden gelingt auf der sozialräumlichen Ebene vor allem häufig durch kleine Maßnahmen, wie die Verbesserung von Lichteinfall, Erhöhung von Reinigungsfrequenzen, Grünschnitt etc. Die Urbane Konfliktprävention agiert auf Stadtteilebene als Ansprechpartnerin für Maßnahmen im öffentlichen Raum zur Ver besserung des lokalen Sicherheitsempfindens. Von 2011 bis 2018 wurden eine Reihe von Maßnahmen unterstützt, unter anderem die Versetzung von Glascontainern von einem Spielplatzgelände, Grünauslichtungen in einem Park an der Wertach und die Aufwertung einer Wandfläche an einem sanierungsbedürftigen Spielplatz. Außerdem wurde das Instrument des Stadtteilspaziergangs zur Förderung lokalen Sicherheitsempfindens 2015 durch die Urbane Konfliktprävention erprobt. Hierdurch gelang es gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern, aber auch Fachexpertinnen und Fachexperten der Verwaltung, lokalspezifische Bedarfe zur Steigerung des Sicherheitsempfindens konzentriert herauszuarbeiten und zu verbessern. Um die Fahrrad- und Fußgängersicherheit an Kreuzungen zu erhöhen, stattet die Stadt seit 2018 ihren Lkw-Fuhrpark nach und nach mit Abbiegeassistenzsystemen aus. Außerdem brachte sie an sechs Ampelanlagen versuchsweise Spezialspiegel, sogenannte Trixi-Spiegel, an, um tote Winkel beim Abbiegen so weit wie möglich zu reduzieren. Tiefbauamt sowie Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieb haben erste Fahrzeuge umgerüstet, städtische Neufahrzeuge werden nur noch entsprechend ausgerüstet beschafft.
Das Amt für Grünordnung, Naturschutz und Friedhofswesen achtet bei der Planung und Pflege von Grünanlagen, insbesondere in der Umgebung von Spielplätzen, auf gute Einsehbarkeit und damit Möglichkeit zu Sozialkontrolle.

Städtische Beteiligungen:

Notrufe ermöglichen
Seit 2011 haben die Stadtwerke Augsburg alle 176 Fahrkartenautomaten mit einem Notrufknopf ausgestattet; rund viermal im Monat ruft jemand um Hilfe (Stand 2017).

Unterstützende Projekte aus dem Zukunftspreis

 

 

 

 

Indikator

Anteil der Augsburgerinnen und Augsburger, die sich zwischen 2011 und 2017 nach eigener Auskunft in der Augsburger Innenstadt tagsüber bzw. nachts sehr sicher oder eher sicher fühlten.
Daten: Amt für Statistik und Stadtforschung – Bürger umfragen 2011 bis 2017