Stammtisch für plastikfreies Leben

Teilnehmer Bewerbung Zukunftspreis 2017

Der „Stammtisch für plastikfreies Leben“ wurde 2015 in Augsburg von Andrea Maiwald und Sylvia Schaab ins Leben gerufen. Bei den monatlich stattfindenden Treffen tauschen sich Menschen aus, die dem Verbrauch von Plastik kritisch gegenüber stehen und ein nachhaltiges, ressourcenschonendes Leben führen wollen. Der Stammtisch zählt gewöhnlich zwischen 10 und 20 Teilnehmern und steht allen offen. Manche Interessierte kommen immer wieder, andere informieren sich einmalig und setzen die Tipps anschließend eigenständig im täglichen Leben um.

Die Teilnehmer des Stammtisches diskutieren Themen wie Körperhygiene- und Pflegeprodukte, Küchenutensilien, Reinigungsmittel, Baby- und Kindersachen sowie plastikfreie Lösungen für das Büro oder beim Gärtnern. Dabei werden bestehende Gewohnheiten kritisch hinterfragt, vielfältige gesundheitliche Aspekte diskutiert und ökologische sowie ressourcenschonende Alternativen erörtert. Fester Bestandteil sind allgemeine Informationen zur gesundheitlichen und ökologischen Schädlichkeit von Plastik und anderen Materialien. Diese kommen von den Teilnehmern, eingeladenen Experten und den Initiatorinnen selbst. So finden beim Stammtisch sowohl Einsteiger als auch „alte Hasen“ viele Tipps für ein Leben ohne Plastik.

Außerdem gibt es vielfältige Aktionen oder Informationsabende mit Vorträgen und Workshops. Um Best-Practice-Beispiele genauer kennenzulernen, treffen sich Mitglieder vor Ort, zum Beispiel im Unverpackt-Laden „RutaNatur“ in Augsburg oder beim Bauer Rehm aus Schrobenhausen, der Spargel ohne Einsatz von Plastik anbaut.  Bei Aktionen wie Müllsammeln vernetzt sich der Stammtisch mit anderen nachhaltig agierenden Gruppen.

Ziel des plastikfreien Stammtisches ist es, ein Bewusstsein für plastikfreies Leben zu schaffen. Rückmeldungen der Teilnehmer zeigen, dass dies sehr effektiv gelingt. Sie ändern dauerhaft ihr Leben und werden zu Multiplikatoren, indem sie Briefe an Produzenten schreiben oder in Geschäften konkret nach Möglichkeiten des unverpackten und plastikfreien Einkaufs fragen. Einzelhandel und Produzenten passen Angebot und Produktpalette an die Wünsche der Kunden an: Durch das konstante Nachfragen und das veränderte Konsumverhalten werden sie animiert, aufmerksamer, kritischer und sparsamer mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen.

Die Initiatorinnen sind in den unterschiedlichen Medien präsent (Lifeguide, Augsburger Allgemeine, Augsburg Journal, Top Schwaben, Radio Fantasy, Antenne Bayern, RT1, Bayern1, SAT1, Greenpeace Magazin). In der Ausstellung „Sparen, verschwenden, wiederverwenden“ im Schwäbischen Volkskunde Museum Oberschönefeld wurde der Müll der Initiatorinnen im Vergleich zum Müll einer „normalen“ Familie sowie Gegenstände für ein plastikfreies Leben ausgestellt. Auch Hochschulprojekte mit ökologischem Hintergrund wurden von Teilnehmern des Stammtischs mit kompetentem Fachwissen unterstützt. 

Themen: Umweltbildung, Konsum, Gesundheit, nachhaltiges Wirtschaften

Stammtisch für plastikfreies Leben

Ansprechpartner

Stammtisch für plastikfreies Leben
Andrea Maiwald, Sylvia Schaab

Buchingerstr. 5c
86159 Augsburg
E-Mail: gruenezwerge@gmail.com
E-Mail: sylvia.schaab@icloud.com

https://gruenerwirdsnimmer.wordpress.com/plastikfreier-stammtisch/

Beitrag zu den Zielen der Zukunftsleitlinien

Ökologische Zukunftsfähigkeit » A2. Energie- und Materialeffizienz verbessern » Ziel 1: ressourceneffizient und ressourcenschonend wirtschaften

Ökologische Zukunftsfähigkeit » A2. Energie- und Materialeffizienz verbessern » Ziel 2: Kreislaufprozesse und Wiederverwertung stärken

Soziale Zukunftsfähigkeit » B1. Gesundes Leben ermöglichen » Ziel 1: gesundes Umfeld schaffen

Soziale Zukunftsfähigkeit » B2. Bildung ganzheitlich leben » Ziel 3: soziale, ökologische, wirtschaftliche, kulturelle und politische Bildung stärken

Ökomonische Zukunftsfähigkeit » C3. Soziales und ökologisches Wirtschaften fördern » Ziel 1: verantwortungsbewusst produzieren, einkaufen und nutzen

Ökomonische Zukunftsfähigkeit » C3. Soziales und ökologisches Wirtschaften fördern » Ziel 3: weltweite Auswirkungen unseres Handelns berücksichtigen

Kulturelle Zukunftsfähigkeit » D2. Werte reflektieren und vermitteln » Ziel 4: nachhaltige Konsum- und Lebensstile entwickeln und fördern

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