Im Juli 1996 startete das Forum Eine Welt als eines der ersten Agendaforen. Das Forum versucht die entwicklungspolitischen Aktivitäten in und um Augsburg zu vernetzen. 2009 hat sich das Forum neu gebildet. Ziele sind nach wie vor die Vernetzung der Eine-Welt-Aktivitäten in Augsburg und das Einbringen globaler Gerechtigkeitsnotwendigkeiten in die Augsburger Stadtpolitik und in die Bürgergesellschaft. Das Forum Eine Welt Augsburg hat sich als Aufgabe gestellt, die Zahl der Hungernden in der Welt zum Thema zu machen, die Ursachen zu benennen und alternative Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

Wichtige AkteurInnen im Forum Eine Welt sind derzeit u.a. die Werkstatt Solidarische Welt, der Weltladen Augsburg, attac Augsburg, das Referat Weltkirche des Bistums, der Arbeitskreis Brasilien, die Arbeitsgruppen von terre des hommes und der Kindernothilfe, Frauen in Flores e.V., die Aktion Hoffnung und der Missionsbeauftragte des Dekanats der Evang.-Luth. Kirche.

Kurzer Hintergrund: Auch der Augsburger Agendaprozess wurde aus dem Eine-Welt-Bereich gestartet. Die Werkstatt Solidarische Welt lud im Oktober 1995 zu einem Vorbereitungsworkshop für die Entwicklungspolitischen Tage ein. Dabei wurde auch erörtert, ob nicht in Augsburg ähnlich wie in anderen Städten ein Agendaprozess lohnenswert wäre. Im Januar fanden dann in der Werkstatt die ersten Vorbereitungsgespräche statt, die am 28. März 1996 zum öffentlichen Start der Lokalen Agenda 21 – für ein zukunftsfähiges Augsburg im Zeughaus führten, an dem über 70 AkteurInnen aus der Stadtgesellschaft teilnahmen.

Aktivitäten

Einer der ersten Erfolge der Arbeit des Forums war der Beitritt Augsburg zum "Klima-Bündnis europäischer Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder e.V." im 1998.

Auch für die Förderung des Fairen Handels in Augsburg setzte sich das Forum Eine Welt aktiv ein. Im 1998 konnte der Augsburger Weltladen erstmals einen der Standplätze auf der Frühjahrsdult bekommen. Zehn Jahre später wurde Augsburg zur Fairtrade-Stadt.

Seit 1999 dürfen nach einem Stadtratbeschluss Altkleidersammelcontainer nur von Anbietern mit FairWertungssiegel aufgestellt werden.  

Zusammen mit dem Ak Brasilien und SchülerInnen des Maria-Theresia-Gymnasiums wurde 2000 eine Indianerausstellung erarbeitet - "Sagt den Leuten, dass es uns gibt!", um auf die Lage der Tupinikim und der Guarini im Küstenregenwald Brasiliens aufmerksam zu machen. Ihr Lebensraum wurde und wird durch die Eukalyptusplantagen des Papierkonzerns Aracruz Cellulose S.A. bedroht, dessen Zellulose auch in hier erhältlichen Hygieneprodukten verarbeitet wird. 2010 wurden endlich die Landbesitzrechte der dortigen Indianergruppen anerkannt. Neben der Folgen der Abholzung des Regenwaldes in Brasilien thematisiert die Ausstellung die Notwendigkeit, auch hier in Augsburg möglichst viel Recycling-Papier zu nutzen. Die Ausstellung ist ausleihbar. Nähere Informationen zur Ausleihe und zu weiteren Ausstellungen und Materiallien erhalten Sie gerne im Büro der Werkstatt, Tel. 0821/ 37261.

Erfolgreich waren und sind auch die Plant for the Planet-Aktionen, für die sich eine eigene Arbeitsgruppe gebildet hat. Hintergrund war die entsprechende bundesweite Kampagne der Global Marshall Plan-Stiftung. Mittlerweile haben viele Schulklassen in Zusammenarbeit mit Christian Ripperger von der Forstverwaltung der Stadt Augsburg Bäume gepflanzt.

Thema 2011 war der Einsatz gegen weltweite Armut unter dem Titel "Augsburg hat den Hunger satt".

2012 wurde die Wanderausstellung "abgeerntet. Wer ernährt die Welt?" gezeigt, auf der u.a. die Themen Gentechnik, Landwrtschaft für die Zukuft, faires Handeln, privates Konsumverhalten angesprochen wurden.

Ausblick

Auch in den kommenden Jahren wird das Fachforum durch Initiativen und Projekte die Zusammenhänge zwischen Hunger, Wirtschaften und Globalisierung öffentlich ansprechen.

Nachhaltigkeitsbericht der Stadt Augsburg · Geschäftsstelle Lokale Agenda 21
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